Bericht zur außerordentlichen Mitgliederversammlung am 27.09.2019

Die am 27.09.2019 anberaumte außerordentliche Mitgliederversammlung sollte den Abschluss einer rund sechs Monate langen, arbeitsreichen und intensiven Phase der Ideenfindung, Konzepterarbeitung und Umsetzung einer neuen Vereinsstruktur bilden. Zahlreiche Vereinsmitglieder waren daran beteiligt, haben sich eingebracht und ihr Interesse bekundet, zukünftig in der Vereinsarbeit mitzuwirken. Doch was sich dann ereignet hat, ist ein Schlag ins Gesicht all derer, die den Vereinsgedanken in sich tragen und sich, in welcher Form auch immer, ehrenamtlich engagieren.

Als die 1. Vorsitzende Sonja Stengele die Versammlung um 19:10 Uhr eröffnete, konnte sie ca. 30 Mitglieder, Ehrenmitglieder und Gäste, darunter Bürgermeister Edgar Lamm, im FCU-Vereinsheim begrüßen. 

Dass die Mitgliederversammlung einen unruhigen Verlauf nehmen würde, konnte man schon erahnen, als die Pächterin des Vereinsheims einem Vereins- und Vorstandsmitglied einen verschlossenen Umschlag überreichte, der, wie sich im Nachhinein herausstellte, die Erteilung eines Hausverbots beinhaltete.

Mit der einleitenden Feststellung, dass die Einberufung der außerordentlichen Mitgliederversammlung mit der erfolgten Veröffentlichung im Gemeindeblatt, unter Angabe der Tagesordnung, fristgerecht und satzungsgemäß erfolgt ist, verlas die 1. Vorsitzende die Tagesordnung. Mit der ersten Wortmeldung eines der Anwesenden, welcher einen Bericht zum aktuellen Kassenstand des Vereins verlangte, kam erstmals Unruhe unter den Vereinsmitgliedern auf. Einzelne äußerten auch deutlich ihren Unmut, über das vorgetragene Anliegen. Da ein Bericht des Kassiers nicht Bestandteil der Tagesordnung war und auch vor der Versammlung dahingehend keinerlei schriftliche Anträge zur Versammlung beim Vorstand eingegangen sind, wurde diesbezüglich nichts vorbereitet. Verbunden mit dem Hinweis, dass bei entsprechender Vorbereitungszeit die Zahlen eingesehen werden können, wurde das Anliegen abgelehnt. Zudem wurde durch die Vorstandschaft auf die Jahreshauptversammlung im März diesen Jahres verwiesen, an der Kassierer Thomas Neumann den anwesenden Vereinsmitgliedern eine gute Kassenlage präsentieren konnte. Die einwandfreie Kassenführung von Haupt- und Förderverein wurde damals durch die Kassenprüfer bestätigt, die Entlastung erfolgte einstimmig.  Dies wurde vom Fragesteller akzeptiert, er machte aber deutlich, noch Weiteres vorbereitet zu haben.

Als die 1. Vorsitzende Sonja Stengele dann schließlich zum Tagesordnungspunkt 3 „Satzungsänderung“ überging und zur Vorstellung der Beweggründe und der geplanten Änderungen ansetzte, erfolgte die nächste Unterbrechung der Mitgliederversammlung. 

Zwei Polizeibeamte betraten das Vereinsheim, um das von der Pächterin ausgesprochene Hausverbot gegen ein Vorstandsmitglied durchzusetzen. Da, bei der nun aufkommenden großen Unruhe, zunächst an eine Fortführung der Veranstaltung nicht mehr zu denken war, unterbrach die 1. Vorsitzende die Versammlung. Nach eingehenden Gesprächen der anwesenden Vorstandsmitglieder mit Polizei und zahlreichen Vereinsmitgliedern wurde schließlich der Beschluss gefasst, die Versammlung unter diesen unwürdigen Umständen nicht fortzuführen. Um 20:00 Uhr ergriff die 1. Vorsitzende Sonja Stengele nochmals das Wort um den Abbruch der außerordentlichen Mitgliederversammlung unter deutlicher Zustimmung der großen Mehrheit der Anwesenden zu verkünden. 

Selbstverständlich hat dies nun auch Konsequenzen auf die weitere Vereinsarbeit, insbesondere im sportlichen Bereich bei Jugend und Aktiven. Ohne eine Wahl der designierten Vorstände durch die Mitgliederversammlung sind die schon erfolgten Planungen und Vorbereitungen zunächst hinfällig. Wichtige Entscheidungen und Weichenstellungen müssen zumindest verschoben werden.

Über die Motivation, welche dem destruktiven Verhalten einzelner Personen zugrunde liegt, kann und soll sich jeder sein eigenes Urteil bilden. Dass es hier aber nicht um Vereinsinteresse geht, ist mehr als offensichtlich.

Die Vorstandschaft



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